Mid Am

Eine internationale Meisterschaft der Superlative

 

Ein Spitzenfeld von 144 Spielern aus 12 Nationen in Bad Gastein

Bei der Wahl des Platzes für die Internationale Österr. Senioren Meisterschaft waren die Meinungen, anfangs geteilt. Es hat sich gezeigt dass der scheinbar kurze "Urlaubsplatz" – in allerbesten Zustand, mit perfekten Grüns auch den besten Spielern alles abverlangt hat.

Das sportliche Niveau war so hoch wie noch nie, 85 Spieler mit single Handicap, mit Trevor Gray und Robert Fox zwei "Einser hdcps" aus England, Hans H. Giessen, Benno Wimmer, Herbert Plenk um nur einige zu nennen aus Deutschland. In Summe waren 9 ehemalige Internat. Meister am Start. Zwar nicht als Sieganwärter aber als ambitionierter Spieler war auch bei dieser Meisterschaft Präsident Franz Wittmann am Start und er schaffte immerhin den Cut. Für die Klasse der Super Senioren waren 20 Startplätze reserviert, ebenso wie beim allgemeine Seniorenfeld waren auch diese Plätze überbucht.

Herbert Plenk, mit südafrikanischem Caddy in Hintergrund locht zum birdie und zum Sieg

Bereits am ersten Spieltag setzte Herbert Plenk aus Deutschland, bereits 2009 internat. Österr. Meister ein Zeichen. 73 Schläge waren seine Bestmarke, das waren immerhin drei Schläge Vorsprung auf das Feld. Franz Schautzer, als bester Österreicher mit 76 Schlägen gemeinsam mit einigen Ausländern auf den zweiten Platz. Auch am zweiten Tag spielte Plenk, gemeinsam mit Robert Fox mit 75 die beste Runde. Sein Vorsprung auf Schautzer, der beständig wieder 76 spielte war damit schon vier Schläge. Karl Beichl spielte, unauffällig 77 und 76 Schläge und das Spitzentrio für den Finaltag war damit geben: H. Plenk, F. Schautzer und K. Beichl. Während Beichl auf den ersten neun Löchern mit 36 Schlägen einiges auf Plenk gutmachen konnte vergab Schautzer bereits ab Loch 6 alle Chancen. Die endgültige Entscheidung in diesem Spitzenflight brachte, nicht unerwartet das 14. Loch. Eine Bahn die einfach keinen Fehler verzeiht, weiße Pflöcke einfach überall. Plenk scorte ein tripple boogie und Beichl noch viel schlimmer eine elf!! Damit schien der Weg frei für Herbert Plenk. Erst am 18. Grün erfuhr er dass sein Deutscher Freund Benno Wimmer 72 gespielt hat und sein Gesamtscore von 227 Schlägen damit egalisierte. Es gab also ein Stechen mit sudden death am 18. Loch, ein par 5. Beide Spieler lagen nach zwei Schlägen nicht weiter als 25 Meter von der Fahne. Während Wimmer einen fürchterlichen Penzinger in den Bunker spielte landete Plenk`s pitch einen Meter bei der Fahne, das birdie nur noch Formsache, die internationale Meisterschaft war entschieden.

In der Nationalen Wertung gab es eine echte Überraschung. Johann Herzog vom GC Marburg war als vermeintlicher Deutscher gestartet. Erst am letzten Tag stellte sich heraus dass es sich um einen waschechten Österreicher handelt. Herzog spielte 78, 77 und sehr gute 73 Schläge und wurde mit gesamt 228 nicht nur Dritter international sonder auch nationaler Österreicher Meister. Johann Aigner, als Mitfavorit gestartet leistete sich am zweiten Tag mit einer 81 einen kleinen Ausrutscher den er auch mit einer famosen 72iger Runde am letzten Tag nicht mehr wettmachen konnte und den zweiten Platz national belegte. Rudi Hinterholzer mit einem schwächeren dritten Tag erreichte noch den 3. Platz national.

Bei den Super Senioren gab es gleich am ersten Tag einen Paukenschlag. Der 78 jährige Erst Fröhlich aus Deutschland, auch einer der ex Meister, spielte mit 72 Schlägen seine Mitbewerber " in Grund und Boden". Den internationalen Titel konnte er damit in Ruhe nach Hause spielen. Bauke Bult aus Holland und Hubert Fuhrmann aus Luxemburg belegten international die Plätze zwei und drei. Die nationale Wertung der Super Senioren wurde durch Spieler aus Zell am See dominiert. Roland Renz siegte vor Hans Purkert und Alfred Altendorfer.

Das großartige Gelingen dieser Meisterschaft ist auch der vorbildlichen Zusammenarbeit zwischen ÖGV und der ÖGS zu verdanken, es ist beabsichtigt diese Kooperation weiter zu führen. Nicht unerwähnt soll bleiben dass mit dem Europäischen Hof in Bad Gastein ein "Veranstaltungshotel" der extra Klasse zur Verfügung stand. Die Betreuung der Golfer, die kulinarische Leistung beides beispielhaft gut.

Bürgermeister Steinbauer, Präsident Franz Wittmann, ÖGS Präsident Hans Klupper, Capitain Hans Waldl
internat Sieger: Herbert Plenk mit dem Silberpokal flankiert von Benno Wimmer und dem Österreicher Johann Herzog
Nationale Sieger: Überraschungssieger Johann Herzog, Johann Aigner und Rudi Hinterholzer mit den Honoratioren.
 
Harrys Club Salzburg

 

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